Viennale 2013 – Tag 6: Jeune & Jolie

Bozon hat mich ja enttäuscht, aber auf Ozon ist Verlass. Nach “In ihrem Haus” hat mir auch “Jeune & Jolie” wieder sehr gut gefallen. Zwar nicht ganz so witzig und vor allem tiefgründig wie sein letzter Film. Bietet er nichtsdestotrotz wunderbare Unterhaltung mit einige starken Szenen, vielen amüsanten Momenten und auch ein paar nachdenklichen Tönen. Getragen von einer wunderbaren, ungemein charmanten und teils verführerischen Leistung der jungen Hauptdarstellerin Marine Vacth, ist “Jeune & Jolie” eine Dramödie in vier Akten, in der wir Isabelle dabei begleiten, wie sie nach einem unmoralischen Angebot zunehmend Gefallen an der Arbeit als Prostituierte findet. Der Film spart dabei die tiefsten Abgründe der Profession aus und lässt ihre Arbeit schon fast ein wenig romantisch wirken. Jedenfalls ist es für den Zuschauer durchaus nachvollziehbar, warum sie sich zu diesem Leben – obwohl sie keine Geldnot plagt – hingezogen fühlt. Über den weitere Verlauf der Handlung will ich gar nicht mehr viel verraten; jedenfalls schafft es Ozon, uns die Hauptfigur sympathisch zu machen. Ein wundervoller und erstaunlich leichtfüßiger Film, dem jedoch im Vergleich zu “In ihrem Haus” ein bisschen der Tiefgang fehlt. Und das Ende kam für meinen Geschmack zu plötzlich und unerwartet. Davon abgesehen ist “Jeune & Jolie” aber ein gelungener, sehr sympathischer Film. 7/10

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